Wenn fehlende Sicherheiten zum K.-o.-Kriterium werden
Hausbanken sind bei der Kreditvergabe zunehmend zurückhaltend, denn neben der Geschäftsidee zählt für sie vor allem eines: Wie hoch ist das Risiko, dass ein Kredit ausfällt? Fehlen Immobilien, Maschinen oder andere werthaltige Sicherheiten, bleibt dieses Risiko der Bank zu hoch – auch wenn Planung und Zahlen stimmig sind. Die Folge: Vorhaben, die wirtschaftlich tragfähig wären, scheitern an der Finanzierung.
Betroffen sind davon vor allem drei Gruppen: junge Unternehmen ohne umfangreiches Anlagevermögen, wachstumsstarke Betriebe, deren Investitionsvolumen die vorhandenen Sicherheiten übersteigt, sowie Nachfolgerinnen und Nachfolger, die einen Kaufpreis überwiegend fremdfinanzieren müssen. Was sie eint: Für die Hausbank wiegt das verbleibende Risiko schwerer als das Potenzial des Vorhabens – und genau an dieser Stelle setzt die Bürgschaftsbank Brandenburg an.
Eine Bürgschaft übernimmt bis zu 80 Prozent des Ausfallrisikos
Nach positiver interner Prüfung des Vorhabens tritt die Bürgschaftsbank Brandenburg als Bürge ein und trägt den überwiegenden Teil des Ausfallrisikos mit. Rückbürgschaften von Bund und Land sichern einen Teil dieser Haftung ab – eine Konstruktion, die es der Bürgschaftsbank erlaubt, Vorhaben auch in wirtschaftlich angespannten Phasen verlässlich zu begleiten. Ein positiver Nebeneffekt: Da ein Teil des Risikos abgesichert ist, verbessert sich häufig das Rating des Unternehmens – mit positiven Auswirkungen auf die Konditionen bei der Hausbank.
Damit dieses Modell im Einzelfall trägt, bewertet die Bürgschaftsbank Brandenburg jedes Vorhaben eigenständig und bringt dabei Erfahrung aus nahezu allen Branchen der brandenburgischen Wirtschaft ein. Reicht eine Bürgschaft allein nicht aus, steht mit der Schwesterorganisation Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Berlin-Brandenburg (MBG) zusätzliches Beteiligungskapital zur Verfügung, das die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis eines Unternehmens stärkt – so lässt sich die Finanzierung passgenau auf das jeweilige Vorhaben zuschneiden.
Für welche Situationen sich eine Bürgschaft eignet
- Gründung: Fehlende Sicherheiten sind der häufigste Grund, warum Gründerinnen und Gründer trotz solidem Konzept keinen Kredit erhalten. Wir schließen diese Lücke und bilden die notwendige Finanzierungsgrundlage.
- Wachstum: Neue Maschinen, zusätzliche Standorte oder Digitalisierungsvorhaben lassen sich absichern, ohne dass bestehende Sicherheiten vollständig gebunden werden.
- Nachfolge: Wer ein Unternehmen übernimmt, muss die Übernahme oft zu einem großen Teil fremdfinanzieren – eine Bürgschaft schafft hier den nötigen Spielraum.
- Stabilisierung: Auch in wirtschaftlich angespannten Phasen kann eine Bürgschaft dazu beitragen, Liquidität zu sichern und Handlungsfähigkeit zu erhalten.
Sie möchten wissen, welches Bürgschaftsprogramm zu Ihrem Vorhaben passt? Verschaffen Sie sich hier einen Überblick oder vereinbaren Sie direkt ein unverbindliches Beratungsgespräch.
Unternehmen im Fokus: Erfolgsgeschichten aus Brandenburg
In unseren Erfolgsgeschichten berichten wir regelmäßig über Unternehmen, die mit Unterstützung der Bürgschaftsbank ihre nächsten Schritte gegangen sind.


